KUNST IN DER KAMMER

IHK WirtschaftsForum
Unternehmerjournal für die Region Frankfurt Rhein- Main

Vielfalt statt Einfalt: Die Galerie F.A.C.Prestel zeigt in den öffentlichen Räumen der IHK Frankfurt Exponate von zehn Künstlern. Vom Erdgeschoss bis in die vierte Etage locken farbige Akzente zur Auseinandesetzung mit Kunst. An einem Ort, wo es sonst um harte wirtschaftliche Fakten geht.

Unser Foto zeigt ein großformatiges Ölgemälde von Claudia Schmidt mit dem Titel : “Weiße Luft, die alles grün durchglänzt / Schattenbild und Glanz 3”.

Claudia Schmidt, geboren 1953 in Krefeld, studierte von 1978 bis 82 Malerei in der Schweiz. Ihre Bilder sind reine Malerei. Nicht der Gegenstand interessiert sie, sondern die Kräfte, die diesen Gegenständen innewohnen. “Naturalistische Motive wirken einengend auf die Farbe , stagnieren die Malerei”, meint die Künstlerin. Heftig bewegte Flächen stehen ruhigen Räumen gegenüber. Die ruhenden Flächen bezeichnet Schmidt als “Bewegungszwischenräume”. Sie sagt: „Mich interessiert die von der Farbe bewegte Form – und die Form als eine zur Ruhe gekommene Bewegung.“

Die durchweg großen Bildformate entsprechen ihrem Denken und ihrer Arbeitsweise. Das Bild ist der Ort, an dem die geistigen und körperlichen Auseinandersetzungen stattfinden. Der Malvorgang geschieht spontan und mit großen kraftvollen Bewegungen. Die kontrastreichen Farben werden in Flächen und Linien hart gegeneinander gesetzt. Die kühlen Farben dominieren: Blau, Grün, Violett; dazu das figurbestimmende Schwarz, Weiß und Grau.